
Das stelle ich mir gerne vor, Teil II
Im Oktober 2024 fand in der ältesten Klasse des Bezirks Spandau der zweite Teil des Projekts „Ja lubię sobie wyobrażać“( „Ich stelle mir gerne vor“) statt. Im Rahmen des Unterrichts wurden die Schüler der Zertifikatsklasse in das Leben und Werk Irena Bobowskas eingeführt. Diesmal ging es vor allem um die bildende Kunst, obwohl auch ihrer Poesie viel Zeit gewidmet wurde. Am Ende schufen die Jugendlichen ihre eigenen Collagen, die vom Werk der Heldin inspiriert waren und auf Taschen verewigt wurden.
Wir erinnern uns: Irena Bobowska war eine junge polnische Dichterin, Publizistin, Illustratorin und Aktivistin, eine sehr aktive Person, obwohl sie seit ihrer Kindheit gelähmt war und sich nur auf Krücken, im Rollstuhl oder mit Schienen fortbewegte. Unmittelbar nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde sie konspirativ tätig und arbeitete in der Redaktion der Untergrundzeitschrift „Pobudka“ mit. Im Juni 1940 wurde sie zusammen mit anderen Mitgliedern der Redaktion verhaftet. Sie verbrachte zweieinhalb Jahre in verschiedenen Gefängnissen in Poznań, Wronki und Berlin. Sie wurde vom Volksgerichtshof wegen Hochverrats verurteilt und am 26. September 1942 im Berliner Gefängnis Plötzensee enthauptet.
Der Workshop war das Ergebnis einer Kooperation zwischen unserer Gesellschaft und der Ambasada Polek e.V. im Rahmen des Projekts „Schicksale aus Polen 1939-1940, Deutsches Polen-Institut und Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung, gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ).
Beide Teile des Workshops wurden von Ewa Slaska und Magdalena Lepianka-Nowak geleitet und von Anna Krenz gefilmt.
Das Ergebnis des Workshops ist eine Publikation, die auf der Abschlusskonferenz des Projekts vorgestellt wurde: „Schicksale aus Polen 1939-1940. Erinnern lokal&digital“.